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Corona: Infos rund ums Impfen

12.10.2021, 16:15 Uhr in Corona
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Corona: Infos rund ums Impfen

Die Landkreise in Mainfranken versuchen nun aber so viel Impfstoff wie möglich an die Bevölkerung zu impfen, daher gibt es aktuell viele Sonder-Impf-Termine und andere niederschwellige Angebote.

Für die Impfungen ist in der Regel keine Terminvereinbarung notwendig. Es wird aber empfohlen, sich vorab über das bayerische Impfportal www.impfzentren.bayern zu registrieren. Dies beschleunigt die Abläufe vor Ort. Grundsätzlich gilt für jede Impfung, dass Personalausweis und Impfausweis mitgebracht werden müssen.

Allgemeiner Hinweis: Soweit bekannt, nennen wir im Folgenden die verfügbaren Impfstoffe. Diese Angaben erfolgen ohne Gewähr! Ob ein Impfstoff tatsächlich verfügbar ist richtet sich immer nach Liefermenge und Nachfrage. Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson sind erst ab 18 Jahren zugelassen.

Sonder-Impf-Aktionen in Mainfranken

Impfen To-Go über mobile Impfteams

Verimpft werden die Vakzine von Johnson & Johnson und BioNTech/Pfizer.

  • Donnerstag, 14. Oktober: 11:00 bis 15:00 Uhr, Hausen, Rathaus, Fährbrücker Straße 5
  • Donnerstag, 14. Oktober: 11:00 bis 15:00 Uhr, Bergtheim, Willy-Sauer-Halle, Oberpleichfelder Straße 10
  • Freitag, 15. Oktober: 11:30 bis 14:30 Uhr, Würzburg-Hubland, Mensateria Campus Nord in der Cafeteria im Erdgeschoss, Emil-Hilb-Weg
  • Freitag, 15. Oktober: 12:00 bis 16:00 Uhr, Würzburg-Lindleinsmühle, Pfarrheim St. Albert, Heide 7
  • Freitag, 15. Oktober: 12:00 bis 16:00 Uhr, Würzburg-Grombühl, Felix-Fechenbach-Haus, Gutenbergstraße 11

Impfsprechstunden

Bei den Impfsprechstunden können sich Impfwillige einmal pro Woche beraten und direkt impfen lassen.

  • Würzburg, immer mittwochs von 10-16:30 Uhr in den Arkaden am Rathaus der Stadt Würzburg, Beim Grafeneckart 1, 97070 Würzburg
  • Giebelstadt, immer donnerstags von 10-16:30 Uhr im Rathaus-Erdgeschoss, Sitzungssaal, Marktplatz 3, 97232 Giebelstadt
  • Kürnach, immer freitags von 10-16:30 Uhr in der Arztpraxis, Semmelstraße 21, 97273 Kürnach

Mobiler Impfbus an verschiedenen Standorten:

Das BRK ist mit einem Impf-Bus im Landkreis unterwegs. Verimpft wird das Vakzin von BioNTech. Die Stationen:

  • Mittwoch, 13.10.2021: 12:00 bis 20:00 Uhr, Geiselwind, Strohofer
  • Freitag, 15.10.2021: Uhrzeit noch nicht bekannt, Dettelbach, Cineworld, Mainfrankenpark
  • Samstag, 16.10.2021: Uhrzeit noch nicht bekannt, Schwarzach, genauer Standort noch nicht bekannt.
  • Mittwoch, 20.10.2021: 096:00 bis 17:30 Uhr, Kitzingen, Kaufland
  • Mittwoch, 27.10.2021: 08:30 bis 17:30 Uhr, Kitzingen, E-Center
  • Donnerstag, 28.10.2021: 09:00 bis 17:30 Uhr, Marktbreit, REWE
  • Samstag, 30.10.2021: 10:00 bis 18:00, Volkach, Oberer Markt

Impfsprechstunden im Impfzentrum Kitzingen:

Eine Erst-, Folge- oder Auffrischungsimpfung ist in der Impfsprechstunde samstags von 9-17 Uhr möglich. Ein Termin ist nicht nötig.

Das Impfzentrum Main-Spessart befindet sich seit dem 4. Oktober in an der Klinik Main-Spessart in Marktheidenfeld. Für eine Impfung muss vorab ein Termin vereinbart werden.

Eine mobile Sanitätsstation ist jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr unterwegs:

  • derzeit keine Termine bekannt

Termine:

  • Bis 31. Dezember jeweils Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, von 11 - 19 Uhr im Impfladen in der Stadtgalerie.
  • Impfsprechstunde mit Beratung und Impfung immer Mittwochs von 11 - 19 Uhr am Impfzentrum Schweinfurt am Volksfestplatz.

Mobiler Impfbus:

Der Impfbus ist ab 4. Oktober bis vorerst 31. Dezember 2021 in Stadt und Landkreis Schweinfurt unterwegs. Geimpft wird an jeweils drei Tagen in der Woche, von Montag bis Mittwoch. Die aktuellen Stationen des Impfbus werden auf der Internetseite des Landratsamts bekanntgegeben.

Wichtige Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

Eins vorweg: mRNA klingt fast wie DNA, greift aber nicht in unser Erbgut ein. mRNA-Impfstoffe sagen der Zelle, sie soll ein kleines Teil der Coronavirus-Hülle, das sogenannte Spike-Protein, nachbauen. Dann werden Antikörper dagegen gebildet. Gleiches geschieht beim vektorbasierten Corona-Impfstoff – also wird erst das Spike-Protein, dann die Antikörper gebildet. Um das in Gang zu setzen, arbeiten diese Impfstoffe aber mit einem „anderen“, ungefährlichen Virus – das sozusagen die Botschaft als „Überträger“ in die Zelle bringt.

Das sind nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission Personen mit akuten Infektionen – also diejenigen, die sowieso schon schwer krank sind. Auch Schwangere dürfen keine Corona-Impfung bekommen - hier handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

Impfen lassen dürfen sich Experten zufolge Menschen mit rheumatischen oder Autoimmunerkrankungen, genauso wie Diabetiker und die meisten Allergiker. Das gilt auch für Krebspatienten.

Davon gehen Experten aus. Impfungen sollen ja schwere Verläufe verhindern. Und wer weniger schwer erkrankt, hat höchstwahrscheinlich auch mildere Krankheitssymptome und damit auch die Chance auf geringere oder keine Langzeitfolgen nach einer Corona-Erkrankung.

Alle in der EU zugelassenen Impfstoffe haben eine hohe Wirksamkeit, sonst wären sie nicht zugelassen worden. Weil in der EU so streng auf die Gesundheit der Menschen geachtet wird, sind Impfstoffe hier auch viel später zugelassen worden als in anderen Ländern. Der Impfstoff von AstraZeneca hat eine Wirksamkeit von etwa 70 Prozent – Moderna und Biontech liegen bei über 90 Prozent. Trotzdem ist die Wirksamkeit von AstraZeneca laut Würzburger Experten deutlich höher als die der Grippeimpfung und deshalb keine „2. Wahl“.

Das bedeutet nicht: Wer geimpft ist, ist zu 90 Prozent vor einer Infektion oder schweren Erkrankung geschützt. Sondern es heißt: Nach Impfung werden 90 Prozent weniger Infektionen erwartet. Ob die, die sich infizieren, dann einen leichten oder schweren Verlauf haben, darüber gibt die Wirksamkeit keine Auskunft.

Ja. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca auch bei Infektionen mit den Corona-Mutationen wirken. Wahrscheinlich ist die Wirkung aber geringer als bei der bisherigen „Ur-Corona-Form“. Gegen schwere Verläufe könnten – so aktueller Stand – alle drei Impftypen aber schützen.

Nein. Es sind ähnliche Nebenwirkungen aufgetreten wie bei den anderen Corona-Impfstoffen. Dazu zählen Schmerzen an der Einstichstelle, Schlappheit oder Fieber. Beim AstraZeneca-Präparat treten sie aber häufig schon nach der ersten, bei den anderen meist erst nach der zweiten Impfung auf. Das könnte aber auch daran liegen, dass der AstraZeneca-Impfstoff jungen Leuten verabreicht wird. Die reagieren oft stärker.

Ziel ist ja die Herdenimmunität. Das heißt: Ein großer Teil der Bevölkerung ist immun gegen Corona. Um das zu erreichen, müssen viele Personen geimpft werden. Ab 50 Prozent Durchimpfung könnten schon erste Effekte eintreten – vermuten Würzburger-Forscher. In Würzburg-Stadt und Landkreis sind (Stand 24. Februar 2021) etwas mehr als sechs Prozent der Einwohner geimpft. Ziel der Herdenimmunität ist es, Personen, die sich nicht impfen lassen können – aus Krankheitsgründen oder aktuell eben Kinder – auch vor Corona-Erkrankungen zu schützen.

Würzburger Experte klärt über Impfstoffe auf

Prof. August Stich ist Chefarzt der Tropenmedizin und Infektiologe am Klinikum Würzburg Mitte. Er hat sich als Tropenmediziner schon vor Corona viel mit Impfstoffen, deren Wirkung und Nebenwirkungen auseinandergesetzt und kennt sich aus mit Aufklärungsgesprächen, Impfstoffherstellung und -verabreichung.

Der Experte erklärt das Prinzip eine Impfung, was wirkliche neu ist an den Corona Impfstoffen und was der aktuelle Stand der Wissenschaft ist.

Das Interview mit Prof. August Stich

  1. Was ist eine Impfung
  2. Argumente für die Impfung
  3. Was ist das Neue an den Coronaimpfstoffen
  4. Warum Impfstoff mRNA nicht das Erbgut DNA verändern kann
  5. Warum der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte
  6. Warum es Verunsicherung im Bezug auf Impfung gibt
  7. Meinung zur Impfpflicht auch bei medizinischem Personal
  8. Was löst eine Impfung im Körper aus
  9. Welche Arten von Impfstoffen gibt es
  10. Wie er Debatte über Impfstoffbesorgung und Entwicklung sieht
  11. Wie funktioniert die Herdenimmunität
  12. Globaler Gedanke in Pandemie wichtig

Der digitale Impfnachweis

Monatelang wurde auf EU-Ebene getüftelt, jetzt ist der digitale Impfnachweis da. Als vollständig geimpft gilt man ab Tag 15 nach der zweiten Spritze. Diese Personen genießen teils weitergehende Corona-Lockerungen. So dürfen sie sich untereinander etwa uneingeschränkt treffen. Ihren Impfstatus müssen sie aber nachweisen können. Das Landratsamt Würzburg hat dazu jetzt einige Fragen beantwortet:

Grundsätzliche Info zum digitalen Impfnachweis und Kosten

Der digitale Impfnachweis ist eine zusätzliche Möglichkeit, um Corona-Impfungen zu dokumentieren. Geimpfte können damit Informationen wie Impfzeitpunkt und Impfstoff bequem auf ihren Smartphones – entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App – digital speichern. Der digitale Impfnachweis ist für Bürger kostenfrei.

Wie funktioniert der digitale Impfnachweis?

Der digitale Impfnachweis wird in der Arztpraxis, einer Apotheke oder im Impfzentrum (je nach Rahmenbedingungen, sh. unten) generiert. Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den die Nutzer auf einem Papierausdruck mitbekommen und später mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen und verwenden können. Die App speichert die Impfbescheinigung nur lokal auf dem Smartphone.

Wie wird der digitale Nachweis einer Impfung geprüft?

Der Impfnachweis enthält die Informationen zum Impfstatus, den Namen des Geimpften, das Geburtsdatum sowie Impfstoff, Impfdatum und Impfdosis. Für Dienstleister, die den Impfstatus überprüfen möchten, gibt es eine Prüf-App. Damit kann der Impfstatus ähnlich wie ein Barcode eines Flug- oder Bahntickets gescannt werden.

Alternativ bleibt auch ein Nachweis mit dem analogen Impfpass möglich.

Je nachdem, wo die Impfung erfolgt ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, den QR-Code zu erhalten:

Impfung bereits abgeschlossen, Account bei BayIMCO noch vorhanden:

Ab dem 25. Juni 2021 erhält dieser Personenkreis nach einer Mitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums den erforderlichen QR-Code über das BayIMCO-Profil. Alternativ ist dies bereits seit 14. Juni 2021 bei den teilnehmenden Apotheken möglich, die unter www.mein-apothekenmanager.de gelistet sind.

Erstimpfung im Impfzentrum ist erfolgt, Zweitimpfung steht noch aus:

Diese Personen erhalten den QR-Code vor Ort bei der Zweitimpfung im Impfzentrum.

Impfung bereits abgeschlossen, Account bei BayIMCO nicht mehr vorhanden:

Ab Juli wird es für diese Fälle eine gesonderte Internetseite sowie ein eigens eingerichtetes Callcenter geben. Bereits ab dem 14. Juni 2021 kann der QR-Code bei den teilnehmenden Apotheken generiert werden.

Die Impfung hat in einer Praxis bzw. bei einem Arzt stattgefunden:

Auch in diesen Fällen kann ab dem 14. Juni 2021 kann der QR-Code bei den teilnehmenden Apotheken generiert werden. Ab Mitte Juli soll auch der Impfarzt den QR-Code erstellen können.

Auch genesene Personen profitieren vom digitalen Impfnachweis

Auch negative Tests oder eine überstandene Corona-Infektion werden sich zukünftig in den beiden Apps (CovPass-App und Corona-Warn-App) in der nächsten Entwicklungsstufe (voraussichtlich bis Ende Juni) als Testzertifikat bzw. Genesenen-Zertifikat hinterlegen lassen. Eine überstandene Infektion wird mittels eines PCR-Test-Ergebnisses dokumentiert.