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Fasten bis Ostern – bringt das was?

05.03.2018, 12:54 Uhr in Service, Anzeige
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Fasten ist trendy und Fasten ist vielseitig. Einer Studie zufolge hat jeder zweite Deutsche einmal oder mehrmals in seinem Leben auf Genussmittel verzichtet: Auf Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten und/oder Zigaretten. Heutzutage gehen einige Fastenwillige sogar noch weiter und verzichten auf das Auto und auf Reisen. Es ist jedem selbst überlassen, in welcher Kategorie er sein Fasten gestaltet. Aber eines ist sicher: Auf das Spielen in einem Online Casino möchte während des Fastens niemand verzichten- das jedenfalls berichten Hobbyspieler. Es ist eben ein purer Freizeitspaß, der die Phantasie anregt und Spaß macht. Anbieter gibt es schier endlos – auch beispielsweise unter bewertungen.com.
Aber die Gesundheit ist nicht der alleinige Grund, weshalb gefastet wird. Manche Menschen werden auch vom Ehrgeiz getrieben. Sie möchten sich unbedingt beweisen, dass sie in der Lage sind, für eine gewisse Zeit auf gewohnte Nahrungs- oder Genussmittel verzichten zu können.

Die Fastenzeit – das sind 40 magische Tage und zwar ab Aschermittwoch bis Ostern. Millionen von Menschen möchten entschlacken und durchhalten. Da es sich mittlerweile um einen Gesundheitstrend handelt und Seminare, Kurkliniken und Internetforen eine schnelle Entgiftung und purzelnde Pfunde versprechen, wird die Fangemeinde des Fastens immer größer. Diskutiert wird allerdings immer wieder, ob der Verzicht auf Alkohol & Co überhaupt vorteilhaft für die körperliche Verfassung sei.
Während es Ärzte und Experten gibt, die davon sprechen, dass Fasten mittelalterlicher Hokuspokus und nicht ganz ungefährlich sei, scheinen sich Millionen von Menschen aber gut damit zu fühlen. Wiederum gibt es Ernährungsexperten, die vom 40-Tage-Fasten überzeugt sind und es empfehlen. Fasten macht tatsächlich Sinn, denn es senkt neben den Cholesterinwerten auch die Harnsäure. Außerdem reguliert sich der Blutzucker und erstaunlicherweise wird das Geschmacksgefühl verbessert. Auch zum Alkoholverzicht wird geraten, um den Körper zu entgiften. Tatsache ist auch, dass Fasten dazu beiträgt, sich wieder mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren. Davon erzählen viele Fasten-Erfahrene. Außerdem sorge es für Entschleunigung und zusätzlich purzeln auch noch ein paar Kilos.

Ganzheitliche Methode – Fasten

Fasten bedeutet eine umfassende Gesundheitsvorsorge, das dafür sorgt, dass Herz, Kreislauf und der Bewegungsapparat entlastet werden, Gefäßablagerungen reduziert und geschwemmt sowie Giftstoffe ausgeschieden werden. Während des Fastens sind auch die Selbstheilungskräfte des Organismus deutlich erhöht und daher kann es auch als Therapie eingesetzt werden:

  • Blutdrucksenkung
  • Verdauungsbeschwerden
  • Senkung der Blutfette
  • Hauterkrankungen
  • Verbesserung des Säure-Basenhaushalts
  • Erkrankungen der Harnorgane
  • chronischer Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Regeneration der Leber

Fasten bedeutet aber auch Abstand von zu viel Ablenkung zu bekommen. Einmal im Jahr bewusst zur inneren Ruhe zu kommen, damit man sich danach wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Fasten sollten vor allem gesunde Menschen in guter psychischer und körperlicher Verfassung. Bewusstes Fasten ist wie ein Jungbrunnen – er stärkt Körper, Geist und Seele.

Die Fasten-Geschichte

Die Tradition des Fastens geht auf das Christentum zurück. Bereits seit dem Jahr 400 sollen sich Christen auf das Osterfest durch Verzicht vorbereitet haben. Wie in der Bibel steht, soll Jesus sich nach seiner Taufe in die Wüste zurückgezogen haben, um dort ohne essen und trinken auszuharren.
Fasten ist ein uraltes Ritual, eine uralte Tradition. Die Klugen und Gelehrten nutzten es im Laufe der Geschichte immer wieder als wichtiges Instrument für Körperreinigung und für die Befreiung von Giften. Es war schon immer so – üppiges Leben bedroht stets die Menschheit und deren Gesundheit. Üppigkeit ist Gift für die Harmonie von Körper, Geist und vor allem Seele. Deshalb wird in allen großen Religionen gefastet: Bei Moses, bei Jesus, bei Mohammed und Buddha. Die Geschichte besagt, dass all diese Persönlichkeiten durch das strikte Fasten zu ihren Lebensordnungen und Erkenntnissen gefunden haben. „Moses blieb dort beim Herrn 40 Tage und 40 Nächte. Er aß kein Brot und trank kein Wasser“ (Exodus 34,28) und der Prophet Mohammed sagt im Koran 2,180: „Wer aus freien Stücken Gutes tut, dem soll Gutes geschehen. Dass ihr fastet, ist für euch selbst bekömmlich, wenn ihr es begreift.“
Die medizinische Bedeutung des Fastens stellte auch Kirchenvater Athanasius (einer der Begründer des christlichen Mönchstums, 295 bis 373 n. Chr.9) fest: „Fasten heilt Krankheiten, trocknet überschüssige Körpersäfte aus, vertreibt böse Geister, verscheucht schlechte Gedanken, gibt dem Geist die nötige Klarheit und macht das Herz rein“.