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Mainfranken: So funktioniert das 9-Euro-Ticket im ÖPNV

20.05.2022, 06:00 Uhr in Stadtgespräch
Ein WVV Elektrobus

Die Kosten für Benzin und Diesel steigen - Preise von über 2 Euro für den Liter sind inzwischen Alltag. Der Bund will den Menschen in Deutschland nun entgegenkommen.

Ab 1. Juni kommt deswegen bundesweit für drei Monate das 9-Euro-Ticket. Heißt: Im Juni, Juli und August kann für je 9 Euro ein Monatsticket für den ÖPNV gekauft werden.

Der Bundesrat hat am Freitag dem Entwurf zugestimmt. Das Ticket kann dann jederzeit in diesen drei Monaten gekauft werden.

Städte hoffen auf Touristen

Das 9-Euro-Ticket gilt bundesweit in allen Verkehrsverbünden. Das heißt, mit dem Ticket sind sogar Fahrten bis an die Nord- oder Ostsee mit Regionalzügen möglich. Genauso können aber Menschen von überall her zu uns nach Mainfranken fahren.

Viele Tourismusverantwortliche sehen das 9-Euro-Ticket als eine Chance, mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern.

Demnach erhoffen sich viele Städte dass dadurch mehr Touristen in die Region kommen. Beispielsweise in Ochsenfurt, Lohr, Marktheidenfeld und Karlstadt freut man sich, dass so Gäste in die Städte kommen könnten, die sonst womöglich nicht gekommen wären.

9-Euro-Ticket als Ausgleich für hohe Spritpreise

Das 9-Euro-Ticket wurde von der Bundesregierung eingeführt, um die steigenden Spritpreise in Folge des Ukraine-Kriegs abzufedern.

Das Ticket ist eine einmalige Sondermaßnahme der Regierung und wird mit Bundesmitteln finanziert. Der VVM weist darauf hin, dass die regionalen Verkehrsunternehmen die Ticketpreise ohne öffentliche Zuschüsse nicht dauerhaft senken können.

Das 9-Euro-Ticket gilt verbundübergreifend in allen Bussen, Straßenbahnen und Nahverkehrszügen deutschlandweit für die 2. Klasse. Es gilt nicht im Fernverkehr (beispielsweise ICE, IC, EC). Das Ticket kann lediglich von einer Person genutzt werden – die Mitnahme von Hunden oder Fahrrädern ist nicht erlaubt. Für das Fahrrad müsse grundsätzlich eine Kinderfahrkarte gelöst werden, so der Verkehrsverbund Mainfranken (VVM).

Der Verkehrsverbund Mainfranken ist bereits mitten in den Vorbereitungen: Beispielsweise werden die Fahrkartenautomaten entsprechend programmiert.

Das 9-Euro-Ticket gibt es ab Montag, 23. Mai an den Fahrkartenautomaten der DB Regio zu kaufen. Auch die Umstellung der Automaten im VVM läuft. Laut WVV könnte es sein, dass es die Tickets ab Montag aber noch nicht überall zu kaufen gibt, mehr als wenige Tage soll sich der flächendeckende Verkaufsstart aber nicht verzögern.

Wer ein laufendes Abo beim VVM hat muss sich um nichts kümmern – seine Kosten werden automatisch für die drei Monate Juni, Juli und August auf neun Euro reduziert. Für sie gelten auch bei einem geringeren Preis die jeweiligen Tarifvorteile ihres Abos.

Auch Studierende sollen die Vorteile des 9-Euro-Tickets erhalten und ihren Anteil zurückerstattet bekommen. Die Semestertickets gelten im Aktionszeitraum voraussichtlich deutschlandweit ganztägig. Auch Auszubildende, Schülerinnen und Schüler werden vom 9-Euro-Ticket profitieren. Denn auch für das 365-Euro-Ticket und die Schüler-Zeitkarten sind Regelungen zur deutschlandweiten Gültigkeit und zu Ausgleichszahlungen angekündigt. Inwiefern die Rückerstattung abläuft, ist derzeit noch in Klärung.

Kunden können es ab frühestens Montag an den Verkaufsstellen, DB-Automaten und in der DB-App kaufen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen plant außerdem einen Online-Shop für das Ticket, der in einigen Tagen verfügbar sein soll.

9 Euro Ticket oepnv

Die besten Reiseziele mit dem 9-Euro-Ticket

Dauer: 7 bis 8,5 Stunden, mit 2 bis 6 Umstiegen.

Schnellste Verbindung mit zwei Umstiegen in Erfurt und Magdeburg.

5,5 Stunden mit zwei Umstiegen in Stuttgart und Singen (Hohentwiel).

Direktverbindung, knapp zwei Stunden Fahrt.

Dauer: 8 bis 10,5 Stunden, mit 3 bis 6 Umstiegen.

Schnellste Verbindung mit drei Umstiegen in Erfurt, Magdeburg und Uelzen.

Knapp 6 Stunden mit 2 Umstiegen in Frankfurt und Koblenz.

4,5 bis 5 Stunden mit 1 bis 2 Umstiegen.

Schnellste Verbindung mit einem Umstieg in Bamberg.

Knapp 3,5 Stunden mit einem Umstieg - entweder über Nürnberg oder über Treuchtlingen.

Knapp 5 Stunden mit 2 Umstiegen in Nürnberg und München.

Dauer: 8 bis 11 Stunden, mit 3 bis 6 Umstiegen.

Schnellste Verbindung mit drei Umstiegen in Neudietendorf, Göttingen und Hannover.

12 Stunden mit 5 Umstiegen in Neudietendorf, Göttingen, Hannover, Hamburg und Elmshorn

9,5 Stunden mit 5 Umstiegen in Neudietendorf, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Lübeck.

12,5 Stunden mit 4 bis 5 Umstiegen.

Schnellste Verbindung mit Umstiegen in Erfurt, Halle (Saale), Lutherstadt Wittenberg, Stralsund.

Direktverbindung, knapp 2,5 Stunden Fahrt.