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Mainfranken: Tafeln sind an der Belastungsgrenze

07.05.2022, 09:20 Uhr in Stadtgespräch
Gemüse Supermarkt Einkauf
Foto: pexels

Immer mehr Menschen sind abhängig von der Tafel. Das heißt, sie haben kein Geld für Essen oder können sich Lebensmittel schlicht nicht mehr leisten. Das betrifft auch viele Flüchtlinge aus der Ukraine, die hier bei uns in Mainfranken ankommen. Die Tafeln werden teilweise überrannt.

Die Situation in den Landkreisen ist angespannt

Die Verantwortlichen der Tafeln in Mainfranken beklagen die angespannte Situation. Immer mehr Bedürftige kommen und es gibt immer weniger Ware, die verteilt werden kann. Bei der Tafel in Höchberg im Landkreis Würzburg hat sich die Zahl der Tafel-Kunden verdoppelt. Das heißt auch, es wird die doppelte Menge an Lebensmittel benötigt. Dafür reicht das, was an Spenden reinkommt kaum noch. Auch bei der Tafel in Lohr im Landkreis Main-Spessart spricht man von einer großen Herausforderung den Menschen zu helfen. Lebensmittel müssen zugekauft werden oder es fehlt an Helfern, wie zum Beispiel in Gemünden und in Karlstadt.


Aufnahmestopp in Kitzingen und Ochsenfurt

Bei der Kitzinger Tafel ist seit letzter Woche Aufnahmestopp, die Kapazitätsgrenze ist erreicht. Auch in Ochsenfurt gibt es einen Aufnahmestopp, aktuell liegt die Grenze bei 200 Menschen - das sind immerhin 70 mehr als sonst. Bei den anderen Tafeln wird es vorerst keinen Aufnahemstopp geben. Dort versucht man, so gut es geht, allen Bedürftigen zu helfen.

Tipps zur Unterstützung der Tafeln

Erster Tipp: Spenden. Das geht entweder in Form von Geld, dafür haben die Tafeln meistens Spendenkonten eingerichtet (Links dazu stehen unten). Oder man spendet Lebensmittel. Immer gut sind lange haltbare Sachen, wie Marmelade, H-Milch, Müsli usw. Wenn man sich unsicher ist, ruft man am besten vorher bei der Tafel im Ort an und fragt, was aktuell gebraucht wird.

Zweiter Tipp: Nicht hamstern. Das wirkt sich auch auf die Tafeln aus. Wenn schon die Regale in den Supermärkten leer sind, bleibt auch nix mehr für Tafeln übrig.

Und der dritte Tipp für alle, die Zeit übrig haben: selbst helfen und sich ehrenamtlich engagieren. Es werden immer wieder Helfer für den Transport und die Sortierung der Lebensmittel gesucht und auch für die Essensausgabe.