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Marktheidenfeld: Lange Haft für Morddrohung mit Benzin gegen Ehefrau

29.01.2026, 14:30 Uhr in Lokales
Eine Person hält ein Feuerzeug in der Hand
Foto: Pixabay.com

Er hatte gedroht seine eigene Familie zu töten – das Landgericht Würzburg hat einen 45 Jahre alten Mann aus Marktheidenfeld wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt. Er hatte im April 2025 seine Frau mit Benzin übergossen, mit einer brennenden Zigarette hantiert und gedroht sie und die Wohnung anzuzünden.

Der 45-Jährige hatte nach Ansicht des Gerichts seine Ehefrau schon seit Jahren misshandelt und geschlagen. Als die Frau das nicht mehr akzeptieren wollte eskalierte die Situation. Gegen den Angeklagten bestand bereits ein Kontaktverbot, das er am Tattag schlicht ignorierte.

Er hatte sich in die Wohnung gedrängt und seine Frau und Teil der Wohnung mit Benzin übergossen. Der Frau und den gemeinsamen Kindern gelang es, den Mann vor die Tür zu bugsieren. Dort soll er sich dann selbst mit Benzin übergossen und gedroht haben sich anzuzünden, ehe ihn die Polizei überwältigte. Hätte er seine Drohung in die Tat umgesetzt, hätte nach Aussagen eines Gutachters nicht nur für die Wohnung der Frau, sondern auch die restlichen Wohnungen des Hauses Gefahr bestanden.

Der Angeklagte selbst hatte vor Gericht behauptet, er habe am Tag der Tat mit seiner Frau lediglich noch einmal reden wollen. Dem schenkte das Gericht aber keinen Glauben.

Mit der langjährigen Haftstrafe blieb das Gericht nur wenig unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte für eine Bewährungsstrafe plädiert, weil sie nur den Tatbestand der Bedrohung als erfüllt ansah.