Würzburg: 45-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Weil er in der Wohnung seiner Familie Benzin verschüttet und gedroht haben soll sie anzuzünden, muss sich ein 45-jähriger Mann ab Mittwoch vor der Würzburger Landgericht verantworten.
Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: versuchter Mord.
Laut Anklage hatte der Mann eigentlich ein Kontaktverbot zu seiner Familie – dran hielt es sich Anfang April allerdings nicht und kam in die ehemals gemeinsame Wohnung nach Marktheidenfeld.
Seine Frau und die gemeinsame Tochter dachten wohl, dass der Sohn an der Türe klingelt – stattdessen war es aber der Angeklagte.
Als er die Wohnung betrat, soll er in einer Hand eine brennende Zigarette, in der anderen eine Flasche mit Benzin gehabt haben. Anschließen soll er in der Wohnung dann sämtliche Möbel mit Benzin übergossen haben. Anschließend sollte die Wohnung wohl durch seine Zigarette in Flammen aufgehen.
Seine Frau erkannte das und konnte ihm die Zigarette – laut Anklage – abnehmen und ausmachen, während die Tochter in der Zwischenzeit den Notruf abgesetzt haben soll.
Gemeinsam soll es den beiden Frauen gelungen sein, den 45-Jährigen aus der Wohnung zu drängen. Laut Anklage zerstörte er aber eine Glasscheibe, um wieder in die Wohnung zu kommen.
In dieser Zeit sollen sich die Frauen in das Zimmer des schlafenden fünfjährigen Sohnes gerettet haben und anschließend gemeinsam aus dem Fenster geklettert sein.
Bis die Polizei vor Ort war, soll sich der Angeklagte selbst mit Benzin überschüttet und gedroht haben, sich anzuzünden.
Der 45-Jährige sitzt seit der Tat in U-Haft.




