Würzburg: Neues Childhood-Haus wird eröffnet

Es soll ein sicherer Ort für Kinder sein, die körperliche oder sexuelle Gewalt erleben mussten – am Donnerstag wird in Würzburg das sogenannte Childhood-Haus eröffnet. Mit dabei ist auch Gesundheitsministerin Judith Gerlach.
Bei dem Childhood-Haus handelt es sich um eine zentrale Anlaufstelle, an die sich Betroffene von Missbrauch und Gewalt wenden können. Die Besonderheit: Therapeuten, Jugendamt, Justiz und Medizin arbeiten hier zusammen – und kommen zu den Kindern, nicht umgekehrt.
Dort können unter anderem gerichtsfeste Vernehmungen durchgeführt werden, ohne zusätzlichen Stress für die Betroffenen.
Die Notwendigkeit eines solchen Angebots ist groß: Die Würzburger Kinderklinik schätzt, dass in jeder Schulklasse der Region etwa zwei Kinder Opfer oder Zeugen von sexuellem Missbrauch sind.
Zum Hintergrund
Seit etwa zehn Jahren gibt es in der Stadt die Idee für ein Childhood-Haus – in diesem Jahr konnte es gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern umgesetzt werden.
Bayernweit ist es das zweite Childhood-Haus. Weitere Infos gibt’s hier.





