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Spieler gewinnt 28.000 Euro aus Verlust im Online Casino zurück

24.11.2022, 09:40 Uhr in Service, Anzeige
Justizia Unsplash
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Immer wieder geht es zu bestimmten Themen aus dem Bereich Online-Casino und Glückspiele in Foren rege zu. Es herrschen viele Unsicherheiten in Bezug darauf, was nun in Deutschland erlaubt sei und was nicht. Welchen Konsequenzen sich ein Spieler bei der Nutzung von Online-Casinos unter Umständen ausgesetzt sieht und welches eigentlich die Rechte und Pflichten von Betreibern sind, ist ebenfalls oft unklar. Tatsächlich hat es in der Vergangenheit eine bedeutende Veränderung gegeben, denn bis Anfang Juli 2021 bestand ein Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag, in Deutschland Online-Casinos zu betreiben.

Dennoch konnten sich Spieler auf verschiedenen Seiten anmelden und dort Online-Glücksspiele spielen. Ein Fall, in dem ein Spieler bei einer solchen Gelegenheit viel Geld verspielte, das er glücklicherweise laut Gerichtsbeschluss zurückerhalten soll, ist nun bekannt geworden.

Gewinne wurden ohne Rechtsgrundlage erhalten und müssen zurückgezahlt werden

Es waren etwa 28.000 Euro, die ein Spieler beim Online-Glücksspiel verloren hatte. Eine Menge Geld, das vor dem besagten 01. Juli 2022 ihren Besitzer wechselte. Glück im Unglück war in diesem Fall die Tatsache, dass zu dieser Zeit in Deutschland noch das Verbot von Online-Casinos galt. Dennoch war es unzähligen Menschen möglich, sich auf deutschen Online-Plattformen für Glücksspiele anzumelden und ihr Erspartes einzusetzen. So auch besagter Spieler, der schließlich einen Rechtsanwalt konsultierte und vor Gericht ging.

Dieses entschied mit seinem Urteil von November 2022, dass eindeutig gegen das bestehende Verbot von Glücksspielen im Internet verstoßen wurde und damit alle geschlossenen Spielverträge null und nichtig seien. Daher beschloss das Gericht auch die Erstattung des verspielten Geldes an den um 28.000 Euro erleichterten Spieler durch die Betreiberin des Online-Casinos.

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Eine Lizenz sorgt für mehr Sicherheit

Die gelockerten Regelungen für Online-Casinos haben Bestand, doch eben erst seit dem 01. Juli 2022. Wer vor diesem Tag Online-Glücksspiele zugänglich machte, bewegte sich in unrechtmäßigen Gefilden und muss für den Fall auch heute noch mit Konsequenzen rechnen. Inzwischen ist ein Casino zu einer Lizenz gezwungen, was den Betreibern, aber vor allem auch den Spielern eine gewisse Sicherheit verschafft. Anbieter von Online-Glücksspielen, die bereits vor dem 01. Juli 2022 aktiv waren, erhalten diese Lizenz nicht rückwirkend. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Spieler, die vor besagtem Datum ihr Geld in einem deutschen Online-Casino verloren haben, gute Karten haben, dieses wieder zurückfordern zu können.

Kunden haben gute Karten, ihr verlorenes Geld zurückzuholen

Im beschriebenen Fall verlor der Spieler seine 28.000 Euro in einem Zeitraum von etwa drei Jahren. Ende des Jahres 2016 nahm er zum ersten Mal an einem Online-Glücksspiel teil und verzockte bis Anfang des Jahres 2022 die genannte Gesamtsumme. Das damalige Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag über das Betreiben von Online-Casinos war ihm nicht bekannt. Die Verantwortung blieb einzig bei der Betreiberin, die die Casino-Website in deutscher Sprache zugänglich machte und es Spielern ermöglichte, ihr Geld dort einzusetzen. Da ihr die nötige Lizenz dazu fehlte, verstieß sie eindeutig gegen das damalige Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland. Alle Spieleinsätze erhielt sie demnach ohne Rechtsgrundlage und wurde daher vom Gericht verurteilt, dem Spieler den entstandenen Verlust zu ersetzen.