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Whoopie Goldberg vertreibt Cannabis

vor 3 Jahren in Service, Anzeige
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Pixabay

Hanf ist ein Superfood, ein Nahrungsergänzungsmittel, ein Kosmetikprodukt und auch medizinisch wirksam. Marihuana hat vor allem in vielen US-Bundesstaaten einen guten Ruf als Medikament. Egal ob in Form von Hanfsamen oder aus Joints inhaliert, dank der Legalisierung kann man das Rauschmittel in vielen Teilen der USA aus der Apotheke beziehen (natürlich auf Rezept). Whoopie Goldberg, die berühmte US-Schauspielerin, hat den Wert von Cannabis erkannt und vertreibt die Pflanze nun selbst.

Goldberg hat selber Erfahrung mit chronischen Leiden gemacht. Sie litt unter Kopfschmerzen, gegen die Tabletten nicht mehr viel ausrichten konnten. Ein Zug aus der e-Zigarette mit Cannabis-Öl brachte ihr Linderung. Nun will sie auch anderen Frauen helfen, die an Schmerzen leiden. Dazu gehören auch Unterleibskrämpfe und hormonell bedingte Schmerzen. Goldberg wollte, dass mehr Frauen von dem pflanzlichen Mittel erfahren.

Sie traf sich mit Experten, Gurus und Startup-Gründern, die mit Cannabis etwas aufbauen wollten. Alle rieten ihr von diesem Schritt ab. Cannabis gegen Periodenkrämpfe zu vermarkten – das würde nicht funktionieren. Es sei ein “Nischenprodukt”. Doch Goldberg ließ sich nicht von ihrer Motivation abbringen, immerhin gäbe es genügend Frauen auf der Welt, die nach genau so einem Produkt suchen.

Schließlich aber suchte sich Goldberg die richtige Frau und Cannabisexpertin für ihre Unternehmung und gründete ihre Firma Whoopi & Maya. Das Cannabis-Geschäft in den USA ist ein rasant wachsender Markt, die Aufbruchsstimmung, die an die Goldgräberzeiten des wilden Westens erinnern, nennt man jetzt den “Green Rush”. Frauen sind die letzte unentdeckte Zielgruppe von Cannabis.

Doch wo ist der Unterschied zwischen den Müttern, die eine Flasche Wein am Abend trinken, und jenen, die lieber einen Joint rauchen möchten? Alkohol hat Kalorien und macht krank. Diese Fakten besetzt die Cannabis-Industrie nun. Mit leichteren Sorten, die nicht so stark psychoaktiv sind, soll vor allem der beruhigende Effekt der Pflanze vermarktet werden. So geht es auch Whoopi und ihrem Unternehmen nicht darum, ein starkes High zu verkaufen, das Kontrollverlust und Psychosen stimuliert, sondern einen besänftigenden Zustand.

Die neuen Produkte sollen das Stigma beheben, dass auf den Cannabis-Produkten liegt. Der “faule Kiffer” ist kein Endprodukt des Cannabis-Konsums. Sollte sich dieser Gedanke durchsetzen und Cannabis einen erfolgreichen Imagewandel ablaufen, könnte legales Marihuana das erste Milliardengeschäft werden, das nicht von Frauen dominiert wird.