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Wie verschiedene Arten von Beziehungen Ihr Wohlbefinden beeinflussen können

31.10.2022, 15:40 Uhr in Service, Anzeige
Beziehung Liebe - pixabay.com
Bild: pixabay.com

Soziale Bindungen, die Wahrnehmung durch andere Menschen und letzten Endes die Liebe. Beziehungen zu anderen Menschen machen uns glücklich und sorgen dafür, dass wir uns besser fühlen. Es mag zwar Singles geben, die mit ihren Beziehungsstatus glücklich sind, allerdings nur temporär. Fakt ist, dass sich unser Glück und Wohlbefinden zum großen Teil daraus zusammensetzt, dass wir Kontakt zu anderen Personen haben. Und so richtig wohl fühlen wir uns doch auch erst, wenn es einen ganz bestimmten Menschen in unserem Leben gibt. Die Person, der wir vertrauen und die uns was bedeutet. Eine Beziehung ist Balsam für die Seele und kann der Wendepunkt im Leben vieler Männer und Frauen sein.

Aber wie wirkt sich die Form der Beziehung genau auf unseren Gefühlszustand aus und welche Unterschiede gibt es? Sorgt ein flüchtiger Seitensprung für den gleichen Hormonschub wie eine feste Beziehung? Wie sieht es mit einer Fernbeziehung aus, bei der wir zwar nicht allein sind, aber der Partner physisch hunderte Kilometer entfernt lebt?

Casual Dating – ein kurzzeitiger Schub der Glückshormone

Nicht alle Singles sind zwangsläufig auf der Suche nach einer romantischen Beziehung und dem Liebesglück. Einige genießen ihr Singleleben in vollen Zügen und wünschen sich nur gelegentlich körperlichen Kontakt. Ihnen geht es nicht darum, sich zu verlieben – sie möchten vielmehr nur ihren Spaß. Beim sogenannten Casual Dating steht die Suche nach erotischen Kontakten im Vordergrund und es geht einzig und allein um das Stillen der sexuellen Bedürfnisse.

Seitensprünge oder auch One-Night-Stands dienen aber nicht nur der rein körperlichen Befriedigung. Sie haben den netten Nebeneffekt, dass das Gehirn Glückshormone wie Endorphin ausschüttet. Wir fühlen uns nach dem Verkehr besser, in unserer Wahrnehmung gestärkt und sind für eine Zeit glücklich. Ein Zustand, der allerdings nicht dauerhaft anhält und für den schon nach einem kurzen Zeitraum ein neuer Seitensprung stattfinden muss, um dieses Gefühl erneut zu erleben.

Ernste Beziehung – auf lange Sicht für das große Glück

Während Seitensprünge uns einen temporären Schub an Glückshormonen gewähren, kann eine ernste Beziehung dafür sorgen, dass wir uns kontinuierlich besser fühlen. Wir fühlen uns in der Gegenwart des Partners geborgen, haben jemanden zum Reden und eine Person, die auch schlechte Zeiten mit uns teilt. Natürlich setzt das alles voraus, dass die Beziehung harmonisch verläuft und funktioniert.

Eine feste Partnerschaft wirkt sich besonders positiv auf die Psyche aus und gibt uns das Gefühl, jemand Besonderes zu sein. Besonders in der dunklen und tristen Winterzeit kann eine glückliche Partnerschaft einer Winterdepressionen entgegenwirken. Während Singles zu dieser Jahreszeit vermehrt über das beklemmende Gefühl der Einsamkeit sprechen, genießen Paare die kalten Abende in trauter Zweisamkeit. Eine romantische Beziehung, in der sich die Partner vertrauen und aufrichtig lieben, ist ein Garant für körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Die Fernbeziehung – nicht einsam und doch nicht zu zweit

Eine weitere Form der Beziehung, die eine Auswirkung auf unseren Gemütszustand hat, ist die Fernbeziehung. Eine Partnerschaft, bei der es zwar keine permanente physische Nähe gibt – aber dafür das Wissen, dass da jemand ist. Trotz räumlicher Distanz fühlen sich Menschen in einer Fernbeziehung nicht allein. Besonders aufgrund des digitalen Zeitalters ist es leicht, sich zu verständigen. Sei es über verschiedene Messenger, Telefonate oder sogar per Videochat. Allerdings kann es bei einer Fernbeziehung passieren, dass es Situationen gibt, in denen der rein virtuelle Kontakt nicht ausreicht. Momente, in denen sich der Partner eine tröstende Umarmung wünscht. Nichtsdestotrotz ist das Modell der Fernbeziehung weit verbreitet und hilft vielen Männern und Frauen, die Einsamkeit hinter sich zu lassen.

Eine romantische Beziehung und ihre gesundheitlichen Vorteile

Es gab schon zahlreiche Studien, die sich mit der Auswirkung einer Partnerschaft auf die Gesundheit auseinandergesetzt haben. Die Ergebnisse sind dabei glasklar und zeigen deutlich, dass eine funktionierende Beziehung sich durchweg positiv auf Körper und Geist auswirkt. Wir fühlen uns lebendiger, fitter und sind auch mental wesentlich mehr auf der Höhe.

Körperlich positive Auswirkungen

Kleine Wehwehchen, die wir sonst im Alltag spüren, können durch eine romantische Beziehung abklingen. Gerade das Herz-Kreislaufsystem profitiert vom Führen einer liebevollen Partnerschaft. Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, ein hoher Blutdruck und andere Beschwerden verbessern sich, wenn wir uns in einer intakten Beziehung befinden. Nicht zuletzt, weil sich die Liebe enorm auf unser psychisches Wohlbefinden auswirkt. Und bekanntlich hängt unser körperlicher Gesundheitszustand oft davon ab, wie wir uns seelisch fühlen.

Psychisch positive Auswirkungen

Sich auf Dauer einsam zu fühlen, wirkt sich zunehmen negativ auf unser Wohlbefinden aus. Während alle sich in einer Beziehung befinden, stellen wir uns die Frage, was mit uns nicht stimmt und warum wir niemanden finden. Angstzustände, leichte Panikattacken und nicht zuletzt sind Depressionen das Ergebnis der psychischen Belastung, der wir uns somit selbst auslasten. Das Gefühl der Einsamkeit nagt regelrecht an unserem Nervenkostüm. Eine Beziehung ist wie Balsam für diese Wunden und sorgt schon nach kurzer Zeit dafür, dass wir uns seelisch besser fühlen.

Zusammengefasst

Es gibt also nicht nur unterschiedliche Beziehungsmodelle – sie wirken sich auch verschieden auf unser Wohlbefinden aus. Während Seitensprünge und flüchtige Bekanntschaften einen kurzen Endorphin-Schub bescheren, kann eine Fernbeziehung auch dauerhaft für ein besseres Gefühl sorgen. Bis auf die Momente, in denen wir uns nach körperlicher Nähe und Trost sehnen. Geht es um das körperliche und seelische Wohlbefinden, geht nichts über die romantische Beziehung. Liebe, Zuneigung und Zweisamkeit sind dafür verantwortlich, dass wir uns nicht nur psychisch, sondern auch physisch besser fühlen.