Der Fall um volksverhetzende Nachrichten in einer WhatsApp-Gruppe der Faschingsgilde Giemaul in Würzburg-Heidingsfeld landet heute nicht vor dem Landgericht. Ein Anwalt ist kurzfristig krank geworden. Der Termin wurde deshalb auf Ende April verschoben. Sowohl der verurteilte Ex-Funktionär als auch die Staatsanwaltschaft hatten ein Urteil aus dem Sommer nicht akzeptiert. Deshalb sollte jetzt der Berufungsprozess starten. Der damals 52-Jährige war im Juni zu einer Zahlung von 7.200 Euro verurteilt worden. Er soll in einer vereinsnahen WhatsApp-Gruppe unter anderem ein Bild geteilt haben, das einen Wehrmachtssoldaten mit einem Maschinengewehr zeigt. Im Text dazu ist vom schnellsten deutschen Asylverfahren die Rede. Der Mann hatte im ersten Prozess angegeben, er habe die Bilder seinerzeit unter einem satirischen Aspekt gesehen. Außerdem habe es sich um eine geschlossene Chat-Gruppe gehandelt. Mit der Weiterverbreitung hätte er aber rechnen müssen, hatte die Staatsanwaltschaft argumentiert. Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt. Mehrere Mitglieder, darunter auch Würzburgs Oberbürgermeister Schuchardt ließen daraufhin ihre Mitgliedschaft in der Gilde ruhen.
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