Rund 70.000 Menschen haben am Sonntagmittag den Würzburger Faschingsumzug verfolgt. Die Straßen waren gut gefüllt, das Gedränge aber nicht zu groß. Die Menschen harrten trotz windigem und trüben, aber dennoch trockenem Wetter aus. Im Zuge des Faschingszugs waren 138 Gruppen durch die Würzburger Innenstadt gezogen – darunter 47 Motivwagen, 49 Vereine aus der Region, 44 Garden und 23 Fußgruppen. Insgesamt hatten sich über 2.600 Menschen am größten Faschingsumzug Süddeutschlands beteiligt. Laut Polizei gab es viel zu tun. So mussten bereits vor dem Umzug 15 Fahrzeuge abgeschleppt werden, die das Halteverbot im Bereich der Zugstrecke missachtet hatten. Während des Umzugs wurden dann mehrere betrunkene Jugendliche angetroffen. Zwei 15- und 16-Jährige hatten einen Alkoholwert von ca. zwei Promille. Zudem wurde auch eine stark betrunkene 14-Jährige ihren Eltern übergeben. Die Polizei musste auch mehrere Streitigkeiten schlichten. In einem Fall wurde einem am Boden liegenden Mann noch gegen den Kopf getreten. Die Polizei sucht zudem Zeugen, nachdem im Bereich der Schönbornstraße eine Bierdose in das geöffnete Seitenfenster des Polizeiautos geworfen wurde, das den Abschluss des Umzugs bildete. Teilweise musste die Polizei auch eingreifen, um Rettungskräfte vor aggressiven Patienten zu schützen. Auch aus Sicht des Rettungsdienstes blieb es aber insgesamt eher ruhig. Während des Umzugs mussten 19 Patienten versorgt werden – im Vorjahr waren es 45. Dabei handelte es sich überwiegend um kleinere Verletzungen. Im Lauf des Abends kamen weitere 23 Einsätze dazu. Besonders Probleme habe es durch Glasscherben gegeben. So hatten zahlreiche Verletzte Schnittverletzungen. Ein Rettungswagen fiel mit einem platten Reifen durch die Scherben aus. Insgesamt waren das Rote Kreuz, die Malteser und die Johanniter mit 120 ehrenamtlichen Sanitätern und zwei Notärzten, sowie 35 Fahrzeugen im Einsatz. Auch in der Integrierten Leitstelle wurde personell aufgestockt. Erfahrungsgemäß ist der Faschingssonntag einer der Tage mit den meisten Einsätzen für die Rettungsdienste.

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