In Würzburg laufen die Planungen für das weitere Vorgehen im Altenheim St. Nikolaus. In dem Heim in der Sanderau sind bislang 29 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, zehn sind in einer Klinik. Wie jetzt bekannt wurde ist zudem ein zehnter Bewohner nun auch gestorben. Zudem geht das Pflegepersonal, bei dem es auch etliche Erkrankte gibt, weit über seine Belastungsgrenzen hinaus. Ein Ersatz durch Sanitätspersonal der Bundeswehr – wie angedacht – sei nicht möglich. Seit Dienstag werden alle 149 Bewohner nochmals auf das Coronavirus getestet. Anhand dieser Daten soll dann das weitere Vorgehen geplant werden. Unklar ist aktuell noch, wie weiter mit den Bewohnern des Heimes umgegangen werden soll. Wenn die Tests abgeschlossen sind, soll eine Entscheidung gefällt werden, ob und wenn ja, wie eine Evakuierung in ein anderes Heim ablaufen könnte. Das Problem laut Gesundheitsamt: Wenn der Test zu früh durchgeführt wird, zeigt er trotz einer Infektion ein negatives Ergebnis an. Die mögliche Folge: Ein vermeintlich gesunder Patient aus dem St. Nikolaus-Heim könnte das Virus in eine bis dahin „saubere“ Einrichtung einschleppen. Eine Evakuierungs-Entscheidung soll nach jetzigem Kenntnisstand am Donnerstag fallen. Die Verantwortlichen standen am Mittwochvormittag in einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Die Stiftungsdirektorin des Altenheims, das zur Bürgerspital-Stiftung gehört, konnte nicht teilnehmen – sie ist derzeit selbst ein Verdachtsfall.
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