Der Gerichtsprozess um die tote Theresa Stahl wird am 9. September neu aufgerollt. Das Würzburger Landgericht hat jetzt den Berufungstermin bestätigt. Nach dem umstrittenen Urteil im letzten Herbst hatte die Staatsanwaltschaft binnen Stunden Berufung eingelegt. Das Gericht hatte den Angeklagten zu 5.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Er war betrunken Auto gefahren und hatte die Fußgängerin Theresa 2017 bei Eisenheim tödlich erfasst. Das Urteil sorgte bundesweit für Empörung, weil ein Gutachter den Hauptangeklagten als schuldunfähig eingestuft hatte, weil er stark betrunken war. Der Richter konnte ihn daraufhin nicht wegen der Tötung der 20-jährigen Theresa belangen, sondern nur noch wegen fahrlässiger Volltrunkenheit, so die Urteilsbegründung. Im Mittelpunkt des Berufungsprozesses dürfte nun ein weiteres Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten stehen. Auch gibt es offenbar immer noch Zweifel ob der Angeklagte zum Tatzeitpunkt wirklich am Steuer des Autos saß. Die drei anderen Männer, die bei dem Unfall mit im Wagen gesessen hatten, hatte das Gericht ebenfalls zu Geldstrafen verurteilt. Sie hatten nach dem Unfall keine Hilfe geleistet.
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