Lokale und Gaststätten in der Würzburger Innenstadt müssen seit Montag um 22 Uhr schließen – Lieferdienst ist noch erlaubt. Diese Regelung hat die Stadt getroffen, um die explosiv steigenden Corona-Fälle unter Kontrolle zu bringen. Für die Gastronomen ist es ein schwerer Schlag, wie Claudia Amberger-Berkmann die Kreisvorsitzende vom hiesigen Hotel- und Gaststättenverband erklärt. Mit der neuen Regel könnten Lokale in Würzburg vor allem am Abend weniger Gäste bewirten. Die meisten Restaurants in der Stadt hätten normalerweise bis 23 Uhr geöffnet. Weil sie jetzt um 22 Uhr schließen müssen, rechnen sie mit Umsatzeinbußen bis zu 30 Prozent. Der Grund: Normalerweise rechnen Lokale damit, dass Gäste bis zu zwei Stunden brauchen, um zu essen und zu trinken. Durch die neuen Öffnungszeiten können diese dann nur noch kürzer bewirtet werden. Claudia Amberger-Berkmann ärgert sich zudem darüber, dass mit der Regel alle Gastronomen über einen Kamm geschert würden. Demnach würden Restaurant-Gäste in den einzelnen Lokalen essen und dann nach Hause gehen. Das sei nicht mit Party-Kneipen zu vergleichen, heißt es.
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