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[Update: 15.06.2020] Es gibt weitere Lockerungen. Kinos in der Region dürfen jetzt wieder öffnen. Das Cineworld im Mainfrankenpark Dettelbach lässt in vier Kinosälen wieder Filme laufen, allerdings keine Neuvorstellungen. Zum Schutz vor Corona gelten besondere Regeln, so muss beispielsweise jede zweite Reihe im Kinosaal frei bleiben. Das Autokino läuft unterdessen weiter.

Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sind jetzt wieder erlaubt. Gleiches gilt für Theatervorstellungen. Das Mainfrankentheater in Würzburg hat allerdings die aktuelle Spielsaison wegen der Corona-Krise vorzeitig beendet. Vorstellungen gibt es hier erst wieder ab 10. September.

Die Notbetreuung in Mainfranken wird auch ein Stück ausgeweitet: Dann dürfen auch Kinder betreut werden, die im nächsten Jahr in die Schule kommen. Gleiches gilt für Krippenkinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen. Ab 1. Juli sollen alle Kindergärten und Kitas nach den Corona-Ausnahmezustand wieder den Normalbetrieb aufnehmen. Das kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aus Unterfranken. Demnach sei eine Rückkehr zum Normalbetrieb dort erst nach den Sommerferien denkbar. Stattdessen müsse man jetzt dem dortigen Personal unter die Arme greifen und dieses entlasten.

Am 15.6. geht auch die Schule in Mainfranken wieder los. Die Kinder und Jugendlichen sollen dann alle wieder im Klassenraum unterrichtet werden. Eine Rückkehr zum normalen Schulalltag nach der Corona-Ausnahmesituation hält der Unterfränkische Lehrer- und Lehrerinnenverband aber für unmöglich. Dann könne man nicht die geforderten Hygieneregeln und Mindestabstände einhalten. Deshalb werden Schüler teilweise auch nur tageweise im Klassenzimmer unterrichtet.

Wichtig sei aber trotzdem weiterhin bei all diesen Lockerungen nach wie vor auf die Hygiene- und Abstandsregelungen zu achten.

 

Wie wird das Corona-Virus übertragen?

Das Corona-Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die „klassische“ Tröpfcheninfektion, entweder direkt über die Mund- und Nasenschleimhäute oder indirekt über die Hände, wenn beispielsweise geniest oder gehustet wird.

 

Wie lange beträgt die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum von der Ansteckung bis zum letztendlichen Ausbruch der ersten Krankheitssymptome, kann nach derzeitigem Erkenntnisstand bis zu 14 Tage betragen.

 

Welche Symptome werden ausgelöst?

Es gibt Fälle, in denen eine Infektion keine spürbaren Symptome zeigt. Ansonsten sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber gängige Symptome. In schweren Fällen können Atembeschwerden bis hin zur Lungenentzündung auftreten. Allerdings verläuft die Krankheit in 80 Prozent der Fälle mild, schwere Verläufe treffen vor allem Patienten, die älter sind und/oder chronische Vorerkrankungen haben/hatten.

Prof. Dr. August Stich von der Missioklinik Würzburg:

 

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Wie vor einer herkömmlichen Grippe auch. D.h. Einhalten der Husten- und Niesettikette (in die Armbeuge husten/niesen), regelmäßiges Händewaschen (mind. 20 Sekunden), Benutzung von Desinfektionsmitteln, zu erkrankten Personen Abstand von 1 – 2 Metern halten. Gilt übrigens auch während jeder Grippewelle.

Prof. Dr. August Stich von der Missioklinik Würzburg:

Weitere Tipps, zum Beispiel zum Händewaschen, und Hinweise zum Schutz vor Infektionen gibt es vom Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung HIER

 

Wie muss ich mich verhalten, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Wenn ihr Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hattet oder den Verdacht habt, euch angesteckt zu haben, gilt Folgendes:

– NICHT einfach so einen Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses besuchen
– NICHT das Testzentrum der Uniklinik Würzburg besuchen
– AUF KEINEN FALL den Notruf wählen

Richtig ist stattdessen, eine der folgenden Telefonnummern anzurufen, um Informationen über das weitere Vorgehen zu erhalten:

116 117 (Info-Hotline des Bundesgesundheitsministeriums)
0931 – 8003 – 5100 (Bürgertelefon des Gesundheitsamtes Würzburg)
09321 – 928 – 1111 (Bürgertelefon des Landkreises Kitzingen)
09353 – 7931490 (Bürgertelefon des Landkreises Main-Spessart)

 

Wo erhalte ich weitergehende Informationen zur aktuellen Lage?

Bei weiteren Fragen rund um das Coronavirus könnt ihr die beiden folgenden Telefon-Nummern anrufen:

116 117 (Info-Hotline des Bundesgesundheitsministeriums)
0931 – 8003 – 5100 (Bürgertelefon des Gesundheitsamtes Würzburg)
09321 – 928 – 1111 (Bürgertelefon des Landkreises Kitzingen)
09353 – 7931490 (Bürgertelefon des Landkreises Main-Spessart)

Umfangreiche Informationen zum Corona-Virus und eine aktuelle Risikobewertung gibt es von den Experten des Robert-Koch-Instituts HIER

 

Wo finden Unternehmen und Unternehmer Informationen zum Thema Corona?

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat auf seiner Internetseite Informationen und Links für betroffene Unternehmen zusammengestellt u.a. zum Härtefallfonds, zum Thema Kurzarbeit, zu Steuerstundungen aber auch Informationen zu Fragen der Kinderbetreuung, zum Arbeitsrecht und vielem mehr.

HIER gehts zu den Informationen des Bayerischen Staatsministeriums.

Die Handwerkskammer für Unterfranken hat eine Info-Hotline für Betriebe eingerichtet (zur Meldung). Die Nummer lautet 0931/309083344

Auch die Stadt Würzburg bietet eine Info-Rufnummer für Gewerbetreibende an. Unter 0931/37 34 55 können sich Würzburger Unternehmer Antworten holen.

Für Fragen und Anträge zum Corona-Soforthilfe-Programm hat die Regierung von Unterfranken eine Ansprechstelle im Sachgebiet Wirtschaftsförderung eingerichtet. Diese ist unter der Telefonnummer 0931/38 01 273 oder der E-Mail soforthilfecorona@reg-ufr.bayern.de zu erreichen.

 

Bekomme ich das Geld für eine gebuchte Reise oder Veranstaltung erstattet?

Corona hat vielen Bürgern nicht nur den Urlaub vermiest. Auch Konzerte, Lesungen und Sport-Events können nicht mehr besucht werden. Gleiches gilt etwa für Schwimmbäder, Fitnessstudios sowie Musik- und Sprachkurse. Statt der Erstattung der Eintrittspreise sollen Kunden grundsätzlich Gutscheine erhalten.

 

Warum will die Bundesregierung die Gutscheinlösung einführen?

Nach geltendem Recht können Inhaber von Eintritts-, Saison- und Jahreskarten eine Erstattung ihrer bereits gezahlten Eintritts- und Nutzungsgelder verlangen. Viele Betreiber haben derzeit keine neuen Einnahmen. Müssten sie nun kurzfristig die Eintrittspreise beziehungsweise Nutzungsentgelte für alle abgesagten Veranstaltungen erstatten, wären viele von ihnen in ihrer Existenz bedroht. Eine Gutscheinlösung könnte deshalb eine große Hilfe sein.

 

Sind die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher bei einer Gutscheinlösung gewahrt?

Eine Insolvenzwelle würde voraussichtlich auch dazu führen, dass Erstattungsansprüche nicht mehr geltend gemacht werden könnten.

Für alle Tickets und Nutzungsberechtigungen, die vor dem 8. März gekauft wurden, erhalten Kunden Gutscheine, die bis Ende 2021 befristet sind. Löst man seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht ein, muss der Veranstalter oder Betreiber dessen Wert erstatten. Ist ein Gutschein aufgrund der persönlichen Situation nicht zumutbar, kann der Kunde wie bisher eine Erstattung verlangen. Dadurch kann eine ausgewogene Regelung im Interesse aller Beteiligten erreicht werden.

 

Was genau ist mit dem Gutschein wertmäßig zu erstatten?

Der Gutschein muss den vollen Eintrittspreis oder das gesamte sonstige Entgelt einschließlich etwaiger Vorverkaufsgebühren umfassen. Ausstellung und Übersendung des Gutscheins müssen kostenlos sein.

Umfasst die Eintrittskarte oder Nutzungsberechtigung die Teilnahme an mehreren Veranstaltungen und konnte oder kann nur ein Teil davon stattfinden, hat man Anspruch auf einen Gutschein in Höhe des Wertes des nicht genutzten Teils. Das betrifft etwa Dauerkarten für Sportvereine oder Schwimmbäder sowie auch Musik- und Sprachkurse.
Darf der Veranstalter den Gutschein einschränken?

Der Veranstalter hat einen Wertgutschein auszugeben. Kunden müssen die Wahl haben, den Gutschein für einen Nachholtermin einzulösen oder für eine andere Veranstaltung des Veranstalters. Die Ausstellung eines Sachgutscheins oder seine Beschränkung auf die Nachholveranstaltung der abgesagten Veranstaltung ist unzulässig.

 

Was muss auf dem Gutschein draufstehen?

Der Gutschein muss Informationen darüber enthalten,

dass er wegen der COVID-19-Pandemie ausgestellt wurde und
dass der Inhaber die Auszahlung des Wertes des Gutscheins verlangen kann, wenn ein Gutschein für ihn unzumutbar ist oder er ihn nicht bis zum 31. Dezember 2021 eingelöst hat.

 

Welche Veranstaltungen werden bei der Gutscheinlösung nicht erfasst?

Veranstaltungen im beruflichen Kontext wie Fortbildungen und Seminare, ebenso Veranstaltungen wie Fachmessen und Kongresse sind von dem Beschluss der Bundesregierung nicht betroffen. Zum Hintergrund: Für solche Veranstaltungen sind in der Regel deutlich höhere Entgelte zu zahlen. Die Übergabe eines Gutscheins anstelle einer Erstattung des Entgelts könnte insbesondere Freiberufler und kleinere Betriebe zu stark finanziell belasten.

 

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