Unterfranken: Immer mehr Fälle von Internetkriminalität

Immer häufiger wird Künstliche Intelligenz im Internet für Betrugsmaschen eingesetzt – etwa, wenn mit gefälschten Videos von Prominenten scheinbar lukrative Geldanlagen beworben werden. Davor warnen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Polizei auch mit Blick auf Unterfranken.
Generell hat sich die Zahl der Internetkriminalität in der Region in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Im vergangenen Jahr stieg sie um knapp 44 Prozent auf über 8.300 Fälle. Das entspricht im Schnitt 23 Fällen pro Tag in Unterfranken.
Am häufigsten geht es dabei um Betrug: Mit knapp 5.000 Fällen macht er fast 60 Prozent aller Internetdelikte aus. Deutlich dahinter folgen die Verbreitung pornografischer Inhalte mit 796 Fällen, das Ausspähen von Daten mit 503 Fällen sowie Beleidigungen mit 408 Fällen.
Nach Einschätzung von BSI und Polizei wissen viele Menschen noch zu wenig über die Gefahren im Netz und schützen sich entsprechend unzureichend. Die Beamten raten deshalb, grundsätzlich misstrauisch zu bleiben, keine unbekannten Links zu öffnen, sichere Passwörter zu verwenden und Quellen – etwa über das Impressum – sorgfältig zu prüfen.