Altertheim: Unterlagen zum geplanten Gips-Bergwerk werden erneut ausgelegt

 — © Foto: Funkhaus Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

​​Bayerns größtes Gipsbergwerk soll in der 2.000-Einwohner Gemeinde Altertheim und damit mitten in der geplanten Erweiterung des Würzburger Trinkwasserschutzgebietes entstehen.

​Ab dem 06. Oktober können sich Bürgerinnen und Bürger wieder über das Großprojekt informieren, denn Knauf muss die entsprechenden Unterlagen erneut für einen Monat öffentlich auslegen.

​Damit können bis einschließlich 20. November weitere Einwendungen eingebracht werden. Die Unterlagen wurden aktualisiert und durch weitere Gutachten erweitert – unter anderem zu Belastungen durch LKW-Verkehr oder den Auswirkungen möglicher Sprengungen.

​Schon davor war der Widerstand der Bürgerinnen und Bürger in und um Altertheim groß: Mehr als 3.000 Menschen haben sich bereits gegen das geplante Bergwerk ausgesprochen – auch durch einen Bürgerentscheid.

​Knauf betont aber erneut, welche Bedeutung des Projekts für die Region hat: So würden neue Arbeitsplätze und bezahlbarer Wohnraum entstehen. Gleichzeitig, so das Unternehmen, habe der Gipsabbau keine negativen Auswirkungen auf das Trinkwasser.

​Wie berichtet, soll das Gips-Bergwerk in der Altertheimer Mulde entstehen. Diese liegt allerdings auch im geplanten Erweiterungsgebiet der Zeller Quellen, also dem zweitgrößten Trinkwasserschutzgebiet in Bayern.

​Knauf hält an den Plänen fest und will in zwei Jahren mit dem Abbau von Gips beginnen.

Das könnte Dich auch interessieren

Foto: Georg Wagenbrenner Würzburg: Stefan Uecker wird neuer OrdnungsreferentWürzburg bekommt Ende Januar einen neuen Ordnungsreferenten. Stefan Uecker ist am Donnerstag zum Nachfolger von Wolfgang Kleiner gewählt worden, der nach 24 Jahren in Pension geht. In seinen Aufgabenbereich fällt unter anderem der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz genauso wie Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig leitet er auch den Eigenbetrieb „Die Stadtreiniger“. Insgesamt ist er für 900 Mitarbeitende topnewsFoto: Funkhaus WürzburgWürzburg: Finanzieller Spielraum der Stadt wird immer engerDie Stadt Würzburg muss weiter sparen, will aber gleichzeitig wichtige Zukunftsprojekte vorantreiben. Kämmerin Beate Gross hat im Stadtrat den Haushaltsentwurf für 2027 vorgestellt. Demnach steigen die Einnahmen der Stadt auf 650 Millionen, gleichzeitig steigen aber auch die Ausgaben auf 638 Millionen Euro. Die frei verfügbaren Rücklagen seien inzwischen aufgebraucht. Neue Kredite sind daher nur noch Bild: pixabay.comUnterfranken: Zufriedenheit der Menschen steigt leicht​​In Unterfranken sind die Menschen zufriedener als noch im Vorjahr. Und das obwohl sich die Stimmung bayernweit verschlechtert hat. Insgesamt bleiben die Menschen im Freistaat auch in diesem Jahr zufriedener als im Rest Deutschlands. Das zeigt der Heimatindex der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken.  ​Der Heimatindex wird jährlich im Rahmen einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Dazu werden Foto: Pixabay.comSennfeld: Millioneninvestition in alkoholfreien WeinIn Sennfeld soll ab Mai 2027 alkoholfreier Wein in großem Umfang produziert werden. Dafür baut die Firma FrankenZero im Gewerbegebiet Breite Ellern eine neue Anlage. Nach knapp vier Monaten Bauzeit wurde jetzt Richtfest gefeiert.  Rund zehn Millionen Euro investiert das Unternehmen in die Technik. Sie soll jährlich bis zu zwölf Millionen Liter Wein entalkoholisieren können.
expand_less