Würzburg: Cyberangriff auf IT-Dienstleister betrifft Autokäufer

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Ein Cyberangriff auf einen IT-Dienstleister im Raum Würzburg sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit. Nach Angaben der Polizei nutzten die Täter eine Sicherheitslücke in einer eingesetzten Drittanbietersoftware und konnten auf Daten aus dem Autohandel zugreifen. Betroffen sind nach Angaben des Softwareanbieters Autohäuser in ganz Deutschland, vor allem solche mit Marken des VW-Konzerns. Wie viele Händler und Kunden genau betroffen sind, ist noch unklar.

Was ist passiert?

Die Angreifer sollen sensible Daten aus laufenden oder abgeschlossenen Fahrzeugkäufen erbeutet haben. Dazu gehören laut dem Softwareanbieter unter anderem Auftrags- und Rechnungsnummern, Liefertermine sowie Kauf-, Zahlungs- und Finanzierungsbeträge.
Gerade diese Informationen machen den Fall brisant: Kriminelle könnten sie nutzen, um sich gegenüber Kunden als Mitarbeiter eines Autohauses auszugeben.

Wer sollte jetzt besonders aufmerksam sein?

Vorsichtig sein sollten vor allem Menschen, die in den vergangenen Monaten ein Auto bestellt oder gekauft haben und deren Autohaus die betroffene Software nutzt.
Nach Angaben des Anbieters betrifft das Händler in ganz Deutschland. Besonders häufig wird die Software in Autohäusern eingesetzt, die Marken des VW-Konzerns verkaufen. Auch die Volkswagen Group Retail Deutschland mit rund 120 Autohäusern nutzt das System.

Welche Betrugsversuche sind jetzt möglich?

Experten warnen vor besonders glaubwürdigen Betrugsmaschen. Weil die Täter möglicherweise echte Kaufdaten kennen, könnten sie Kunden gezielt kontaktieren.

Denkbar sind zum Beispiel:

  • angebliche Zahlungsaufforderungen kurz vor der Fahrzeugübergabe
  • Mitteilungen über eine angeblich geänderte Bankverbindung
  • Anrufe von vermeintlichen Verkäufern oder Autohaus-Mitarbeitern
  • Phishing-Mails mit Links zu gefälschten Webseiten
  • Aufforderungen, weitere persönliche Daten preiszugeben

Die Nachrichten könnten auf den ersten Blick echt wirken, weil darin echte Rechnungsnummern, Fahrzeugdaten oder Liefertermine genannt werden.

Wie kann man sich schützen?

Polizei und Softwareanbieter raten, Zahlungsaufforderungen immer kritisch zu prüfen. Wer unsicher ist, sollte direkt beim Autohaus nachfragen.
Wichtig dabei: Nicht die Telefonnummer aus einer verdächtigen E-Mail oder SMS nutzen, sondern eine Nummer von der offiziellen Website oder aus den eigenen Unterlagen.

Außerdem gilt:

  • keine Links aus verdächtigen Nachrichten anklicken
  • keine persönlichen Daten preisgeben
  • geänderte Bankverbindungen immer überprüfen
  • Warnhinweise der Bank ernst nehmen, wenn Empfängername und IBAN nicht zusammenpassen

Wer bereits Geld auf ein verdächtiges Konto überwiesen hat, sollte sich sofort an seine Bank wenden. Unter Umständen lässt sich die Überweisung noch stoppen oder zurückholen.

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