Würzburg: Knapp 250 Betroffene kritisieren Pflegereform auf Kundgebung

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, trotzdem sollen in der Pflege Kürzungen vorgenommen werden. Aus diesem Grund haben Betroffene am Montagmittag in Würzburg gegen die ab dem nächsten Jahr geplante Pflegereform protestiert.
Auf dem Unteren Markt kritisierten knapp 250 Personen, darunter Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegemitarbeiter, besonders die scharfen Einschnitte des geplanten Gesetzesentwurfs.
Neben weniger Geld könnte es zukünftig schwieriger werden, überhaupt einen Pflegegrad zu bekommen, so die Kritik der Betroffenen. Zudem könnte die Reform dazu führen, dass sich Angehörige die Tagespflege nicht mehr leisten können, da diese teilweise nicht mehr von der Pflegeversicherung bezahlt wird. Für die Einrichtungen bedeutet dies wiederum weniger Gäste und damit weniger Einnahmen. Sie rechnen deshalb mit möglichen Personalkürzungen.
Hintergrund der Pflegereform sind Lücken in der Finanzierung der Pflegeversicherung. Ab Januar nächsten Jahres soll ein Teil der Reform in Kraft treten, es fehlt noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.