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Mainfranken: Müll richtig trennen

03.06.2024, 05:30 Uhr in Stadtgespräch
Muelltonnen in einer Reihe

Wie entsorge ich Fleischreste? In welchen Müll kommen Eierschalen? In vielen Fällen gibt es keine eindeutige Antwort. Je nach Landkreis herrschen, gerade was den Biomüll betrifft, unterschiedliche Vorgaben bei der Abfallentsorgung. Hier findet Ihr alle Infos zur Mülltrennung in Mainfranken:

Was kommt in die braune Biotonne ?

Generell gilt: Die Biotonne ist der Platz für organische Abfälle. Hier landet zum Beispiel altes Obst, Gemüsereste wie Kartoffelschalen aus der Küche, Pflanzenteile oder alte Erde aus dem Blumentopf. Bei Speiseresten gilt aber: In Stadt und Landkreis Würzburg darf kein Fisch und kein Fleisch in die braune Tonne. Im Landkreis Kitzingen und in Main-Spessart ist das wiederum kein Problem. Auch Eierschalen dürfen hier in die Biotonne, während sie in Würzburg und Umgebung ein Fall für den Restmüll sind.

Warum gibt es beim Biomüll lokale Unterschiede?

Biomüll wird von Kommune zu Kommune unterschiedliche entsorgt und aufbereitet. Im Landkreis Kitzingen geht der Müll in eine Vergärungsanlage. Dort wird dann aus dem Küchenmüll Wärme und Strom generiert. In Würzburg hat man ein anderes System entwickelt, hier geht der Biomüll ins Kompostwerk Würzburg. Der Kompost aus dem Biomüll landet bei uns vor allem in der Landwirtschaft. In Main-Spessart landet alles in Humuswerk Wernfeld, wo auf Nachfrage erklärt wurde, dass Fleisch und Fischreste in kleinem Maße kein Problem darstellen würden.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es beim Biomüll?

Tabu ist alles, was nicht organisch ist, aber auch Katzenstreu oder Hundekot, Tierkadaver, Tabakreste oder Flüssigkeiten. Und: Bitte keine Tüten in den Biomüll werfen, weder aus Papier noch aus vermeintlich kompostierbarem Plastik. Das sorgt in jedem Fall für Probleme, weil die Tüten zwar in der Theorie kompostierbar sind, wegen der kurzen Zeiträume in denen Biomüll verarbeitet wird, sich aber leider meist nicht zersetzen. Das könnte dazu führen, dass sie auf den Feldern der Region landen.

Unter www.biokoenner.de wird alles verständlich erklärt. Hier sind alle Landkreise separat mit ihren eigenen Regeln verlinkt.

Die ist der Platz für Leichtverpackungen, beschichtete Getränkekartons, Plastik und Aluminium. Generell gilt: Es muss alles sauber sein. Speisereste und auch Papier haben in der gelben Tonne nichts zu suchen.

In der blauen Tonne landet Papier ABER hier kommt es auf den Verschmutzungsgrad. Ein Pizzakarton mit Käseresten muss zum Beispiel in den Restmüll. Ist er sauber, darf er in die blaue Tonne. Benutzte Papiertaschentücher sind übrigens auch tabu, genauso wie Geschenkpapier, wenn es stark beschichtet ist.

Wer gut getrennt hat, muss gar nicht viel im Restmüll entsorgen. Für die schwarze Restmülltonne gilt: Hier kommt alles rein, was woanders nicht passt.

Was passiert bei falscher Mülltrennung?

Wenn den Müllwerken beim Abholen der Tonne etwas negativ auffällt, dann gibt es erstmal einen Hinweis per Aufkleber auf die Tonne. Wer trotzdem weiterhin den Müll falsch trennet, dem kann es passieren, dass die Müllabfuhr den Müll nicht mehr mitnimmt. Dann bleibt nur, ihn separat bei der Abfallentsorgung gegen eine Zusatzgebühr abzugeben.

Unter diesen Links findet Ihr alle allgemeinen Infos zur Mülltrennung für Würzburg und die mainfränkischen Landkreise:

Stadt Würzburg

Landkreis Würzburg

Stadt und Landkreis Kitzingen

Landkreis Main-Spessart


Apps rund um den Müll

Die Landkreise bieten eigene Apps an, mit denen Ihr Euch an die Leerungstermine der Tonnen erinnern lassen könnt, alle Standorte für Glas- oder Blech-Container findet oder konkrete Infos bekommt, welcher Abfall in welche Tonne gehört. So ist die richtige Mülltrennung noch einfacher - und übrigens: Die Apps sind alle kostenlos.

Stadtreiniger-App der Stadt Würzburg

team-orange-App des Landkreises Würzburg

abfallwelt-App des Landkreises Kitzingen

Abfall-Main-Spessart-App