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Mainfranken: Neue Etikettierungspflicht für Wein

08.12.2023, 15:23 Uhr in Lokales
Weinglas mit Rotwein und Sonnenuntergang im Hintergrund
Foto: Pixabay

Seit Freitag gilt in der EU eine Etikettierungspflicht für Wein. Der Fränkische Weinbauverband sieht dadurch einen erheblichen Mehraufwand und Kosten auf die Winzer zukommen.

Auf den Etiketten müssen künftig alle die Inhaltsstoffe angegeben sein. Alternativ kann auch ein QR-Code aufgedruckt werden, der zu einer Online-Datenbank mit allen Angaben zum Wein führt. So könnte der fränkische Boxbeutel besonders von kleineren Winzern rund 10 Cent teurer werden. Denn die Inhaltsstoffe des Weins müssen jedes Jahr durch ein Gutachten neu analysiert und dann auf die Weinetiketten gedruckt werden.

Steinmann räumt ein, dass die Etikettierungspflicht für den Weintrinker einen positiven Aspekt – nämlich die Transparenz – hat: Der Verbraucher könne zukünftig beispielsweise nachsehen, ob der gewählte Wein vegan ist oder wie viele Kilokalorien er hat.

Dass diese Angaben zu einem Abflauen des Weinkonsums führen, fürchtet der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Arthur Steinmann, nicht. Wer in einem Wein einen Inhaltsstoff entdecken sollte, auf den er zum Beispiel allergisch reagiert, greife zu einem anderen Wein.

Die Etikettierungspflicht gilt zwar offiziell seit Freitag, die Winzer müssen die Regelung aber erst ab dem Jahrgang 2024 umsetzen, da der aktuelle Jahrgang bereits als abgeschlossen gilt.