Würzburg: Liebesschwindler zocken 200.000 ab

Er hoffte auf die große Liebe, stattdessen hat ein Mann aus Würzburg fast 200.000 Euro verloren. Er war auf eine Online-Betrügerin hereingefallen. Die Masche des sogenannten “Love-Scamming” ist dabei nicht neu, funktioniert aber nach wie vor.
Vor fast vier Jahren hatte der 70-Jährige über Facebook die Frau kennengelernt. Immer wieder bat sie ihn dabei um Geld, angeblich um Krankenhausaufenthalte, Steuern und Hypotheken zu bezahlen. Am Ende hatte er knapp 200.000 Euro an Erspartem überwiesen, bis ihm klar wurde, dass er einer Betrügerin aufgesessen war. Er erstatte Anzeige, die Chance das Geld wiederzusehen dürfte aber sehr gering sein.
Die Love-Scamming Masche läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Die Betrüger nutzen Internet-Portale, um Kontakt zu ihren Opfern herzustellen. Sie bauen eine Beziehung auf und gaukeln ihnen Liebe vor. Irgendwann werden dann erste, meist kleine Geldbeträge gefordert. Über die Zeit werden die Forderungen dann aber immer höher. Oftmals geben sich die Betrüger auch als Ärzte oder Soldaten im Ausland aus, das Geld ist dann angeblich dafür gedacht, um einen Flug nach Deutschland zu bezahlen.





