Würzburg: Nach spektakulärem Raubüberfall auf Juwelier – Frau steht vor Gericht

Es war wohl einer der spektakulärsten Raubüberfälle der vergangenen Jahre: An Rosenmontag ist mitten in der Würzburger Innenstadt ein Juwelier überfallen worden. Fast ein Jahr später beginnt am Dienstag vor dem Würzburger Landgericht der Prozess gegen eine Tatverdächtige.
Die Staatsanwaltschaft wirft der 53-Jährigen Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung, räuberischen Menschenraub und gefährliche Körperverletzung vor. Heißt: Sie soll die Tat nicht selbst begangen, aber zumindest bewusst unterstützt haben.
Anfang März soll die Angeklagte mit zwei Komplizen, die noch auf der Flucht sind, nach Würzburg gekommen sein. Während die Männer am Abend des 03. März eine Juwelier-Mitarbeiterin verfolgten, soll die Frau ins Hotel gegangen sein – um dort weitere Vorbereitungen zu treffen.
Insgesamt sollen die Verdächtigen über 160 Schmuckstücke und Uhren im Wert von rund einer Million Euro erbeutet haben. Diese soll die Angeklagte über Nacht im Hotel aufbewahrt und am nächsten Morgen in einen Fluchtwagen geladen haben. Laut Anklage flüchtete sie danach Richtung Belgien – dort wurde sie im Mai festgenommen.
Nach den beiden Hauptverdächtigen fahndet die Polizei weiter öffentlich. Sie warnt aber auch: Die beiden Männer gelten als gefährlich und könnten zudem bewaffnet sein. Am 30. Juli wurde der Fall auch bei „Aktenzeichen XY… gezeigt.
Wie berichtet, sollen die Täter nach Ladenschluss eine Angestellte bis vor ihre Haustüre verfolgt und dann mit Messer und Waffe bedroht haben. Weil sie keinen Schlüssel zum Laden hatte, zwangen sie die Frau mit ihnen zu zwei weiteren Mitarbeitern zu gehen – einmal quer durch die Würzburger Innenstadt.
Am Marktplatz ließen sie ihre Geiseln schließlich frei.




