Wiesenfeld: Alle Plädoyers im zweiten Cold Case Prozess gehalten

Der zweite Wiesenfeld-Prozess vor dem Würzburger Landgericht steht unmittelbar vor dem Abschluss. Am kommenden Montag soll das Urteil gesprochen werden, am heutigen Montag hat die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten.
Wie schon im ersten Prozess forderte sie einen Freispruch für ihren Mandanten. Auch der 49 Jahre alte Angeklagte, der den gesamten Prozess über geschwiegen hatte, schloss sich dieser Forderung an.
Die Staatsanwaltschaft dagegen hält den Angeklagten für schuldig. Sie hatte in der vergangenen Woche sechseinhalb Jahre Haft wegen Mordes gefordert.
Das damals 13 Jahre alte Mädchen war 1993 auf einem Reiterhof im Karlstadter Ortsteil Wiesenfeld getötet worden. In einem ersten Prozess war der Angeklagte verurteilt worden, das Bundesgerichtshof hatte das Urteil aber aufgehoben.
Verurteilt werden könnte der heute 49-Jährige ausschließlich wegen Mordes. Alle anderen Straftatbestände wären mittlerweile verjährt