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Mainfranken: BUND warnt vor Ausbau B26n

vor 2 Monaten in Lokales
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Foto: Rainer Sturm - pixelio.de

Die Neuplanung der B26n in Mainfranken ist Anwohnern und Umweltschützern schon länger ein Dorn im Auge. Jetzt kommt auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kritik an dem Projekt - im Rahmen von Desaster im Dutzend. Dabei wird an zwölf Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen-Projekten unter anderem gezeigt, wie ihrer Ansicht nach Kosten zu niedrig angesetzt werden, eine faire Beteiligung der Öffentlichkeit und die Prüfung von Alternativen verweigert wird.Die B26n, die durch die Landkreise Würzburg und Main-Spessart verlaufen soll, zählt demnach zu den natur- und klimaschädlichsten Bundesstraßenprojekten. Rund 50 Hektar Wald müssten dafür gerodet werden, heißt es in einer Mitteilung. Zahlreiche Wasserschutzgebiete, wie das Schutzgebiet Brunnen im Werntal oder das Zellinger Becken seien stark gefährdet, so Steffen Jodel, Regionalreferent für Unterfranken. Den Bewohnern im Werntal verspreche man eine Entlastung vom Durchgangsverkehr - verschweige aber, dass sich neuer Verkehr in den Raum Lohr und die Fränkische Platte verteilen werde, so die Kritik. Im Landkreis Würzburg würden mit der Umgehungsstraße Giebelstadt (B19) rund 44 Hektar landwirtschaftlich wertvolle Böden verloren gehen. Diese seien auch Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters und zahlreicher weiterer Tierarten wie Feldlerche und Rebhuhn.Der BUND fordert daher eine nachhaltigere Mobilitätspolitik.