Die Erwartungen der Organisatoren wurden übertroffen: Rund 2.100 Menschen sind am Samstagnachmittag gegen das geplante Polizeiaufgabengesetz auf die Straße gegangen. Ein Bündnis – unter anderem aus Grünen, SPD und Linken – hatte zu dem Demozug aufgerufen. Die Abschlusskundgebung am Unteren Markt konnten die Demonstranten wegen Ton-Problemen allerdings nur teilweise mitverfolgen. Die Kritiker des Gesetzes fürchten massive Eingriffe in die Bürger- und Freiheitsrechte, zum Beispiel weil die Polizei dann schon präventiv Personen festnehmen oder abhören darf. Die CSU begründet die Gesetzesänderung mit einer Verbesserung der Gefahrenabwehr durch Schwerkriminelle und Terroristen. Das Polizeiaufgabengesetz soll im Mai im Landtag verabschiedet werden.