Fast jeder zweite Jugendliche in Deutschland trägt eine Zahnspange, um Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers zu korrigieren. Dabei gibt es immer mehr Kieferorthopäden, die der Meinung sind, dass eine Zahnspange in manchen Fällen gar nicht unbedingt notwendig ist.

Das Problem, so sagen einige Zahnärzte, sei das Alter, in dem mit der Behandlung der Fehlstellungen begonnen wird. Bereits im Grundschulalter gibt es immer mehr Kinder mit losen Zahnspangen, die später durch eine feste Spange ersetzt werden. Insgesamt dauert so eine kieferorthopädische Behandlung in Deutschland in der Regel vier Jahre.

Internationaler Vergleich

In anderen Ländern beginnen die kieferorthopädischen Behandlungen vergleichsweise spät und dauern nur kürzer an. Interessanterweise sind die Ergebnisse, die erzielt werden vergleichbar. Empfehlen die deutschen Kieferorthopäden also absichtlich einen früheren Start der Behandlung, um einen möglichst großen finanziellen Nutzen zu haben? Immerhin kostet eine Behandlung inklusive Zahnspange in Deutschland locker ein paar Tausend Euro.

Kieferorthopädie als Kostenfaktor

Das heißt auf die Eltern kommen bei so einer Behandlung auch eine ganze Menge Kosten zu. Eltern sollten auf jeden Fall mehrere Angebote unterschiedlicher Kieferorthopäden miteinander vergleichen und auch eine Anfrage für eine Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll. Immerhin können damit ein großer Teil, wenn nicht sogar die kompletten Kosten abgedeckt werden. Und auch viele andere zahnmedizinische Kosten werden durch eine Zahnzusatzversicherung übernommen.

Zahnspange bei Erwachsenen

Auch im Erwachsenenalter tragen immer mehr Menschen eine Zahnspange, um nicht behandelte Fehlstellungen zu korrigieren. Auch wenn sich viele Erwachsene damit schwer tun, im fortgeschrittenen Alter eine feste Zahnspange zu tragen. Und genau hier setzen die deutschen Kieferorthopäden an: die frühen Behandlungen mit loser und später fester Zahnspange soll verhindern, dass Patienten im Erwachsenenalter eine Zahnspange tragen müssen. Also wird, laut Ärzten, Fehlstellungen frühzeitig entgegengewirkt.

Ästhetik vs. medizinische Notwendigkeit

Kritiker behaupten, dass viele Kieferbehandlungen nur aus ästhetischen Gründen empfohlen werden und nicht aus gesundheitlichen. Besonders bei Erwachsenen wird demnach häufig zu Zahnspangen geraten, die Kiefer- und Zahnkorrekturen vornehmen sollen, die nicht gesundheitlich notwendig sind, sondern ausschließlich zu einem schöneren Gebiss führen sollen. Studien besagen, dass bei nur rund 30 Prozent der Patienten eine Behandlung wirklich medizinisch notwendig ist, weil es zu konkreten Problemen im Kieferbereich kommt. Alle anderen Fälle sind vorsorgliche Behandlungen, die Zähne korrigieren sollen, bevor es zu Schmerzen kommt oder aber Fälle, bei denen es ausschließlich um die Optik geht.

Bei diesen Zahlen sollte sich also jeder gut überlegen, ob eine Zahnspange wirklich notwendig ist.

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