Koffer und Rucksäcke aus Stein, Keramik, Holz oder Metall – sie erinnern künftig vor dem Würzburger Hauptbahnhof an die Juden, die zwischen 1941 und 1944 von Würzburg aus in Konzentrationslager deportiert wurden. Am Mittwochnachmittag wird die neue Gedenkstätte „DenkOrt Deportationen“ eröffnet. Erwartet wird unter anderem der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Wegen Corona dürfen maximal 50 Personen an der Veranstaltung teilnehmen, sie wird aber auch live im Internet gestreamt: https://denkort-deportationen.de Die Gepäckstücke, die Teil der Gedenkstätte sind, stammen von unterfränkischen Kommunen, die bis 1933 eine jüdische Gemeinde hatten. Jede Nachbildung aus Stein, Holz, Metall, Keramik oder Kunststoff wurde doppelt angefertigt – sie steht einmal am Gedenkort am Würzburger Hauptbahnhof und einmal in der Kommune. Zur Zeit des Nationalsozialismus sind nach Informationen des Johanna Stahl-Zentrums für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken 2.069 Menschen aus Unterfranken deportiert worden. Von zwei zentralen Plätzen in Würzburg aus wurden sie von den Nazis in Konzentrationslager gebracht: vom ehemaligen kleinen Güterbahnhof an der Aumühle, dem sogenannten Aumühl-Ladehof, und vom Hauptbahnhof. Hier wurde jetzt auch die Gedenkstätte errichtet, an der es neben den Symbolen des Gedenkens auch Informationen zu allen Deportierten und zu ihren Kultusgemeinden gibt.

Weiterführende Links zur Meldung:

https://denkort-deportationen.de/

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